25. Juli 2026

„Die Qualität für eine gute Saison ist da“
Neuzugänge Delbrücker SC

Maik Uffelmann ist der neue Cheftrainer unserer Ersten. Der Nachfolger von Detlev Dammeier hat mit Stefan Parensen als Co- und Alexander Leier als Torwarttrainer ebenso ein neues Trainerteam mitgebracht. Vor dem Heimspielauftakt gegen den BV Bad Lippspringe hat sich der 38-Jährige zur vergangenen Vorbereitung, dem Kader und dem Saisonstart geäußert.

DSC-INSIDE: „Maik, herzlich willkommen beim DSC! Wie waren die ersten Wochen auf dem Laumeskamp?“

Maik Uffelmann: „Der erste Eindruck war sofort positiv. Natürlich waren die ersten Tage ungewohnt und ich musste erst einmal gucken, wo alles ist und wen man ansprechen kann. Aber das ist normal. Ich glaube, das haben wir mittlerweile drin. Auch der erste Eindruck vom Team war positiv. Natürlich hatten wir Urlauber in der Vorbereitung, aber alle sind lernwillig und haben Gas geben. Ich bin zufrieden.“

DSC-INSIDE: „Worauf hast du in der Vorbereitung besonders Wert gelegt?“

Uffelmann: „Darauf, dass wir ein Team werden und Trainerteam und Spieler zusammenwachsen. Die Jungs mussten gucken, wie wir Trainer ticken, wir mussten sie kennenlernen. Dann ging es natürlich um Kondition und Fitness und um unsere Spielidee. Da haben wir Schritte gemacht.“

DSC-INSIDE: „Wie weit seit ihr dabei?“

Uffelmann: „Wir sind auf einem guten Weg. Solche Dinge brauchen Zeit und ziehen sich zum Start in eine Saison hinein. Zumal wir nicht nur starre Vorgaben machen, sondern Flexibilität von den Spielern verlangen. Das sind Dinge, die sich einspielen müssen. Aber die Jungs sind offen dafür und ziehen mit. Die Testspiele waren ebenso in Ordnung. Ich bewerte die Ergebnisse aber auch nicht über. Es ging da um die einzelnen Phasen eines Spiels, wie wir die annehmen, uns darin entwickeln und verbessern.“

DSC-INSIDE: „Du hast eben schon die Flexibilität auf dem Platz angesprochen. Wie viel Entscheidungsfreiheit haben deine Spieler oder bist du sehr detailversessen?“

Uffelmann: „Es macht auch hier die Mischung. Wir haben einen defensiven und einen offensiven Plan. Aber wenn wir 4:0 gewinnen und der Plan war vorher eigentlich anders, werde ich niemanden in den Senkel stellen (lacht). Die Mannschaft hat die Möglichkeit, auf dem Platz freie Entscheidungen zu treffen und kreativ zu sein. Dafür passiert auf dem Platz zu viel und am Ende ist der Einfluss von Außen auch nicht mehr so groß.“

DSC-INSIDE: „Detlev Dammeier war acht Jahre da und hat in der Zeit natürlich Pflöcke eingeschlagen. Wie lange dauert es, hier vielleicht Dinge zu verändern?“

Uffelmann: „Natürlich müssen sich nach acht Jahren alle etwas umstellen. Es gibt andere Abläufe, andere Ansprachen, neue Gesichter, neue Herangehensweisen und Vorgaben im Training und im Spiel. Am Ende ist man immer auf einem guten Weg, wenn sich der Erfolg einstellt.“

DSC-INSIDE: „Unter Detlev wurde gerne über schnelle Außen agiert. Wie gehst du es an?“

Uffelmann: „Wir haben eine andere Idee von unserem Spielsystem. Dabei wollen wir flexibel bleiben, aber trotzdem eine klare Grundausrichtung haben. Sonst funktioniert es nicht.“

DSC-INSIDE: „Ihr habt mit Tobias Henksmeier und Niklas Huschen erfahrene, langjährige Stammkräfte verloren, aber auch erfahrene Neuzugänge und junge Talente dazubekommen. Wie machen die sich?“

Uffelmann: „Die Neuen haben sich sehr gut eingeführt und fühlen sich wohl. Das Tobi und Niklas nicht mehr dabei sind, hat sich kurzfristig ergeben, ist aber komplett verständlich. Ich denke, dass wir personell trotzdem gut aufgestellt sind. Auch die Jungs aus der U19 zeigen gute Ansätze und sind sowohl bei uns, als auch bei der Zweiten dabei. Bei ihnen ist es wichtig, dass sie möglichst viele Erfahrungen im Seniorenbereich sammeln. Dabei unterstützen wir sie. Wo sie dann am Ende spielen, entscheidet auch bei ihnen die Leistung.“

DSC-INSIDE: „Denkst du von Trainingswoche zu Trainingswoche oder hast du schnell ein Stammgerüst?“

Uffelmann: „Die Leistung muss immer passen. Aber wenn sich eine Elf herausbildet, die kontinuierlich punktet, entwickelt sich natürlich ein Gerüst. Es ist eine Mischung daraus und aus der wöchentlichen Trainingsleistung.“

DSC-INSIDE: „Auf der Torhüterposition fällt der letztjährige Stammtorhüter Marvin Meier mit einer Handgelenksverletzung länger aus. Daryoush Hosseini hat viel Erfahrung im Gepäck und Finn-Noah Niehüser kommt frisch aus der U19. Wie siehst du die Position?“

Uffelmann: „Ich denke, dass wir dort sehr gut besetzt sind. Der Ausfall von Marvin ist schade, aber Dary und Finn machen ihre Sache gut.“

DSC-INSIDE: „Stefan Parensen ist dein Co-Trainer. Für ihn ist es der erste Job an der Seitenlinie. Alexander Leier kam als neuer Torwarttrainer. Wie habt ihr euch eingefunden?“

Uffelmann: „Gut. Wir haben uns im Training aufgeteilt, in verschiedenen Gruppen gearbeitet, planen und sprechen viel miteinander. Das hat bislang sehr gut funktioniert und ist auch hier auf einem richtigen Weg.“

DSC-INSIDE: „Wie siehst du die Landesliga in dieser Saison?“

Uffelmann: „Ähnlich, wie in der letzten Spielzeit. Es wird nicht die eine Top-Mannschaft geben. Mehrere Teams können oben mitspielen. Dazu kommt die Besonderheit, dass nun 17 Mannschaften dabei sind.“

DSC-INSIDE: „Was sagst du, wenn euch andere Trainer zu Favoriten küren?“

Uffelmann: „Danke, sehr nett. (lacht). Ernsthaft, ich zähle uns nicht zu den Favoriten. Wir wollen jetzt gegen Bad Lippspringe gut in die Saison kommen. Es gab einen Umbruch bei den Führungsspielern, dazu wir als neue Trainer. Qualität ist da, aber die müssen wir dann auch auf den Platz bringen.“

DSC-INSIDE: „Spürst du auch im Verein, dass es nicht um den Aufstieg gehen muss?“

Uffelmann: „Ich bin entspannt. Den Verantwortlichen im Verein ist klar, dass wir nicht sofort Wunderdinge vollbringen werden, sondern einen Prozess durchlaufen. Am Ende spielen auch Verletzungen eine Rolle. Wie kommen wir in den Winter und wieder da raus. Wenn wir unsere Ideen auf den Platz bringen, kann es gut werden. Die Qualität dafür ist da. Alles Weitere wird man in den ersten Wochen sehen.“

Foto:

Die Neuen beim Delbrücker SC: Matti Rohde (oben v. l.), Alexander Leier (Torwarttrainer), Trainer Maik Uffelmann, Stefan Parensen (Co-Trainer), Albrin Maliqi, Jaden Garris (v. v. l.), Raphael Beres, Daryoush Hosseini, Marlon Radtke, Finn-Noah Niehüser, Marius Westermeyer. Es fehlt Dennis Martens.