19. April 2025

Stellungnahme zur Berichterstattung über den Neubau des Sportheims am Laumeskamp vom 11. April 2025
Foto Stellungnahme Zeitungsbericht Neubau Vereinsheim

„Mit Erstaunen und auch Irritation hat der Delbrücker SC die jüngste Berichterstattung zum Bau des neuen Sportheims am Stadion am Laumeskamp zur Kenntnis genommen. Der DSC sieht sich leider gezwungen, auf dort getätigte falsche Angaben einzugehen.

Im Jahr 2021 wurde für den Bau des Sportheims ein Förderantrag in Höhe von 1,2 Millionen Euro bewilligt. Das entsprach einer Förderung von 90 Prozent der Gesamtsumme. Der Anteil der Stadt Delbrück beträgt zehn Prozent, also 120.000 Euro. Die Stadt hat dem Förderantrag und ihrer zu leistenden Summe nur zugestimmt, weil der Delbrücker SC seinen Anteil an der damals nötigen Sanierung des Kunstrasenplatzes um 50.000 Euro erhöht hat. Damit lag der Anteil des DSC an der Sanierung des Kunstrasens bei 150.000 Euro. Wohlgemerkt, ein Eigenanteil für ein städtisches Gelände, welches vormittags von der Marienschule genutzt wird. Wenn von der Politik nun von einer Gleichberechtigung für alle Vereine in Delbrück gesprochen wird, dann ist das sicher eine Beteiligung des DSC an einem städtischen Gelände, die in NRW ihresgleichen sucht.

Falsch ist ebenso die Aussage in der Berichterstattung, dass es insgesamt drei Erhöhungen der Baukosten gegeben habe. Es gab genau eine Baukostenerhöhung. Diese entstand durch die Inflation, durch Nachbesserungen am Bestandsbau bei den veralteten Leitungen und durch die Ausschreibungen der Stadt selbst, auf die der Verein keinen Einfluss hatte. Dass es zu dieser Erhöhung kommen würde, stand bereits frühzeitig fest. Um diese Kosten abzufangen, wurde ein weiterer Förderantrag in Höhe von 300.000 Euro gestellt. Genehmigt wurden nur 150.000 Euro. Der Anteil der Stadt beträgt auch hier wieder zehn Prozent, also 15.000 Euro.

Zusammengerechnet beträgt der Anteil der Stadt Delbrück mit den 120.000 Euro aus dem ersten Förderantrag, den 15.000 Euro aus dem zweiten Förderantrag sowie den nun im Rat der Stadt genehmigten maximal 50.000 Euro also maximal 185.000 Euro. Bei einer weiteren NRW-Förderung verringert sich der Betrag auf 140.000 Euro. Das ist weit entfernt von den 1,37 Millionen Euro, die im Bericht als städtische Kosten genannt und als Grundlage für politische Statements herangezogen werden.

Der Eigenanteil des Delbrücker SC am Neubau des Sportheims beträgt, die Inneneinrichtung hinzugerechnet, übrigens 300.000 Euro. Wie auch schon beim Kunstrasen handelt es sich abermals um ein städtisches Grundstück, auf dem ein städtisches Gebäude errichtet wird, in welches der DSC investiert. Es handelt sich, um ein Gebäude, welches dem Vereinsleben in Delbrück sehr gut zu Gesicht stehen und durch andere Vereine und Personen genutzt werden wird.

Werden final alle Investitionen des Delbrücker SC in den letzten neun Jahren in städtische Einrichtung und Gelände zusammengerechnet, dann hat der Verein etwa 900.000 Euro an Eigenmitteln in das Vereinsleben in Delbrück investiert. Darüber hinaus gingen durch das Engagement der Verantwortlichen des DSC und der Verwaltung noch gut 1,5 Millionen Euro an Fördergeldern, Preisen und Prämien nach Delbrück. Der Gesamtbetrag der Stadt beträgt in dieser Zeit zusammengenommen maximal 410.000 Euro, mindestens 365.000 Euro. Damit liegt die Beteiligung der Stadt für die Erneuerung der defekten Flutlichtanlage, des Kunstrasenplatzes und für das Vereinsheim bei etwa 10 bis maximal 15 Prozent.

Nochmals, wenn von einer Gleichberechtigung aller Vereine in Delbrück gesprochen wird, dann ist das Engagement aller Verantwortlichen des Delbrücker SC sicher etwas, was in den letzten Jahren ihresgleichen sucht. Möglich war und ist das Engagement des DSC nur durch die großartige Unterstützung von Sponsoren und Unterstützern und weil der Verein Fremdkapital in Form eines Darlehens aufgenommen hat. Diese finanzielle Belastung stellt den Delbrücker SC zukünftig und gerade jetzt vor eine der größten Herausforderungen in seiner 75-jährigen Geschichte.

Es ist enttäuschend für alle Beteiligten, wenn dieses Engagement aufgrund von Halbwissen und unwahren Informationen nun sogar in einem negativen Licht erscheint.“

Elmar Westermeyer
1. Vorsitzender Delbrücker SC